About Kasar

Arnold Kasar ist ein Pianist, Komponist & Musikproduzent. In unzähligen Projekten hat der aus dem Südschwarzwald stammende und in Berlin lebende Musiker mitgewirkt. Jüngst veröffentlichte Kasar bei der Deutschen Grammophon das von der Kritik bejubelte Album „Einfluss“ zusammen mit Joachim Roedelius - das Fachmagazin Intro feierte „schon jetzt die fruchtbarste und wundervollste Kooperation des Jahres“. Nicht weniger bekannt sind seine electro-jazz Projekte mit Lisa Bassenge und ihren Bands Nylon und Micatone. Kasar ist auch der langjährige Co-Autor und musikalischer Leiter des allround-performers Friedrich Liechtenstein („Supergeil“). Doch der gelernte Sound-Ingenieur kann auch alleine, wie er 2012 mit seinem Solo-Debüt „The Piano Has Been Smoking“ bewiesen hat. Nun hat es ihn wieder an sein erstes Instrument gezogen und der Zeitpunkt dafür könnte kaum besser sein, spielt doch das Klavier als wieder entdeckter Klang und Instrument der Erneuerung in den letzten Jahren wieder eine wichtige Rolle, wie man an den zahlreichen Veröffentlichungen von Pianisten feststellen kann. 2019 erscheint sein neues Solo Album "Resonanz"

Das Klavier, das Arnold Kasar seit seiner Kindheit begleitet, ist in der Vergangenheit stets aus den Aufnahmen gefallen, wenn Musik produziert wurde. Aufgrund dieser langen Beziehung zu seinem ersten Instrument hat er sich damit zeitweilig gelangweilt und sich lieber mit sample-basierter elektronischer Musik beschäftigt. Bei vielen Projekten um das Sonar Kollektiv war Arnold Kasar beteiligt, danach entstand das Electro-Chanson Projekt NYLON, dessen Co-Autor und Produzent Kasar war. Es entstanden drei Alben, die bei Universal veröffentlicht wurden, Kasar tourte mit Nylon quer durch Europa, im Gepäck Sampler, Akkordeon & Wurlitzer e-Piano. Aber irgendwann war dann doch wieder das Klavier dran.

Das war 2010, da begannen die Arbeiten an der LP „The Piano Has Been Smoking“, die 2012 erschien und sich voll und ganz dem Instrument widmete. Schon damals wandte Kasar die Technik des präparierten Klaviers an, die erstmals von John Cage begründet wurde. Mit Radiergummis, Teebeuteln oder Flicken präparierte er sein Instrument und entlockte ihm so ganz neue spannende Töne. Nur einer Komposition, die als Single ausgekoppelt werden sollte („Put A Light On Me“), lieh er seine Stimme, nachdem er keine passende Sängerin dafür gefunden hatte. So kam die Welt erstmalig in den Genuss des dunklen und traurigen Timbre desArnold Kasar. Das Ziel Airplay (u.a. bei FM4 oder RadioEins) wurde dadurch erreicht und fortan war Kasar angefixt von der Idee, zu singen. Denn mit „The Piano Has Been Smoking“ war das Projekt, ein Album mit einem präparierten Klavier aufzunehmen, abgeschlossen. Deswegen kann man ihn auch nur bedingt mit anderen "Neo-Klassik" Pianisten vergleichen, Kasar zieht eben weiter – ein Rastloser, der nicht aufhören möchte, auszuprobieren.

Das heißt aber nicht, dass er komplett auf präpariertes Klavier verzichten muss: auch auf „Walk On“ , seinem zweiten Solo-Album, erschienen 2014,sind einige Stücke mit Unterstützung eines präparierten Klaviers entstanden, doch diesmal steht der Gesang im Vordergrund, wodurch auch das ganze Gefühl dahinter ein anderes wird: „Das erste Album ist ja mehr noch eine Großstadt-Platte“, mit ihren Techno-Elementen beispielsweise, „und das neue Album "Walk On" ist ja eine Landplatte.“ zu der ihn vor allem Arthur Russells persönlichstes Album „World Of Echo“ inspiriert hat.

2016 startete Arnold Kasar sein eigenes Label Superfrieden. Die erste Katalog Nr waren die neuen Aufnahmen seiner Kompositionen mit Friedrich Liechtenstein. Diese Arrangements waren ursprünglich als minimal piano Duo mit sparsamer Elektronik gedacht, nun war mit Sebastian Borkowski (Bass Klarinette, Flöte und Saxofon) der Trio Sound komplett -das Friedrich Liechtenstein Trio war geboren und tourt seitdem ausgiebig durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ein Berliner Konzert wurde gefilmt und bei ARTE/Berlin live ausgestrahlt.

Ende 2016 veröffentlichte Arnold Kasar sein drittes Solo Album, eine reine solo piano Aufnahme. "Der Anfang ist immer die Improvisation, daraus entsteht die Komposition und alles weitere folgt. Manchmal ist die Improvisation aber schon das fertige Musikstück, jedenfalls improvisiere ich, seit ich Klavier spiele. In meinen eigenen Systemen und Rhythmen, aber immer in der Harmonik. Als ich nach Berlin zog und mit Synthesizern arbeitete, elektronische Musik produzierte, fiel die Klaviermusik immer hinten runter, wenn es um die Auswahl der Tastenklänge ging. Aber das Klavier war da und schob sich dann schließlich mit beharrlicher Kraft in den Mittelpunkt meiner Arbeit zurück. Diese Improvisationen sind nun ein wichtiger Teil meiner Arbeit und beim Komponieren absorbieren sie sich manchmal, wie in einer chemischen Reaktion, und bleiben als Reststoff übrig. Aber zu schade natürlich, um sie wegzuwerfen, sind sie mir doch sehr lieb geworden. Ich habe einige davon zusammengestellt für das Album INSIDE DEVILS KITCHEN. Ich glaube nicht, dass ich jemals authentischer und direkter klingen kann als mit diesem Klavier und mit diesen Stücken, denn sie sind alle komplett improvisiert, aus dem Nichts entstanden an dem Ort, an dem ich aufgewachsen bin. Von diesem Punkt kann es nun in alle Richtungen weitergehen, mit neuen Songs, vielleicht einem neuen Sound auf einem anderen Klavier, aber das hier ist die reine Basis, spürbare Reinheit und Ruhe. Ich komme zurück an den Anfang, um weiterzukommen.

When the pianist Arnold Kasar began the time-consuming task of sifting through the recordings for his new album RESONANZ, two years ago, he chose the route of the EuroCity train as his workplace. The railway network connects Berlin to Prague, Prague to Wroclaw and Wroclaw to Vienna. Kasar, who has been touring Europe regularly since the days of Sonar Collective, prefers the railroad to the car or plane. And he prefers the EuroCity to all other trains as it allows him to forget about time.
"I'm a digital nomad," says Kasar. "I like to sit in the dining car in the morning, when the train is heading south from Berlin, and my eyes can take in the landscape in the morning fog. It doesn't even take five minutes, and I'm in old Europe, in a whole different mindset. With my mobile equipment I can work very well in the dining car, and also in hotels. I have my own sonic vocabulary, which no one else has, and it allows me to be independent. I listened to my album RESONANZ entirely during these endless train journeys, editing and honing it gradually."
Arnold Kasar has been busy over the last few years, recording with legendary figures such as Hans-Joachim Roedelius and Friedrich Liechtenstein, which meant his own work would sometimes take the backseat. But during breathers in between projects, he would occasionally capture his impressions of the day as sound recordings. His laptop became his sketchbook.
Over time, hours and hours of extremely personal piano improvisations were accumulated, which Kasar then processed into the present album through the act of editing. To deepen and layer these recordings, he repeatedly travelled to his usual retreat, the Devil's Kitchen Studio in the Rhine Valley, at the southernmost tip of the Black Forest – another lengthy train journey from Berlin Central. "There's plenty of space and I can let go there,“ says Kasar: "There's an old piano – and electricity – so I can set up my mobile equipment. Sometimes it's quite good to leave the Moloch Berliner behind me."
The pieces on RESONANZ were all created in the same way: The piano improvisations recorded and archived, with Kasar selecting an individual take now and again and processing it beyond recognition. „I have a toolbox of portable synthe- sizers that are the source of everything. So at any time, I can go from the piano to the electronics and back to the solo piano, or mix them together." Kasar describes this process as a medial exchange, from the observation to the deconstructed melody, to the dark drone and then back to contemplation.

Berlin based pianist & music producer Arnold Kasar is a musical jack-of-all trades: leaving his mark in countless and differing projects throughout the years. The musician, who was trained in sound- engineering, had his solo debut back in 2012 with „The Piano Has Been Smoking.“ In 2017 he released the highly-acclaimed album “EINFLUSS”, together with Hans-Joachim Roedelius, on the famous Deutsche Grammophon Label as well as with the Friedrich Lichtenstein Trio on OKeh Records/Sony Classical.

It was back in 2010, after a long

Media

Releases, Film Music & Projects

  • Resonanz – solo album

    edel / Neue Meister, 2019

  • Maria’s Paradise – film music sync licensing

    Finland, 2019

  • Uncover My Love – pieces for double reed ensemble

    Astria Festival, 2019

  • Die Rueden – film score composition

    , 2019

  • Sparkling Love Towers World Tour – composition, musical direction

    Nationaltheater Mannheim, 2018

  • Einfluss – composing, production

    Deutsche Grammophon, 2017

  • Friedrich Liechtenstein Trio – Ich bin Dein Radio – composing, production

    OKeh Records, 2017

  • Inside Devils Kitchen – solo piano album

    Superfrieden, 2016

  • Tankstellen des Gluecks – film music

    arte / Netflix, 2016

  • Friedrich Liechtenstein Trio Tour – musical direction

    Meistersinger Konzerte, 2016

  • arte tv concert // Friedrich Liechtenstein & Guests – musical conception

    arte / BMG, 2016

  • Friedrich Liechtenstein Trio – Schönes Boot aus Klang – composing, musical direction

    Berliner Meister Schallplatten / direct to vinyl recording, 2015

  • Flussrevival – film music

    Susanne Yacoub, 2015

  • Golden Fifty – film music

    Thomas Keffel, 2015

  • Walk On – CD, Vinyl & Digital

    Sonar Kollektiv, 2014

  • The Piano Has Been Smoking – CD & Digital

    Fabrique, 2012

  • Nylon – 10 Lieder über Liebe – CD

    Boutique, 2007

  • Friedrich Liechtenstein – Terrestrische Wellen – CD & Digital

    Soul Seduction, 2005

  • Nylon – Eine kleine Sehnsucht – CD-Album

    Universal, 2005

  • Nylon – Die Liebe kommt … – CD-Album

    Universal, 2004

  • Friedrich Liechtenstein – please have a look from above – CD & Digital

    Fabrique, 2004

  • Atomhockey – play off at the digital gate – CD-Album

    Poets Club Records, 2003

  • Karoshi EP – 12inch

    Sonar Kollektiv, 2001

  • Micatone – Nine Songs – CD & LP

    Sonar Kollektiv, 2001

  • 3 Originals EP – 12inch

    Sonar Kollektiv, 2000

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